Wissenschaftler-Netzwerke im Januar: Mind the Gap

Von jetzt an gibt es hier den monatlichen Bericht, was sich in Sozialen Medien für Wissenschaftler so tut. Dabei geht es um deren Pressemeldungen, neue Features, und soweit publiziert, die Mitgliederzahlen und sonstige Vergleichsmerkmale.

ResearchGATE.net zeigt heute auf der Startseite, dass “über 700.000 Wissenschaftler” (woher wissen die, dass das alles Wissenschaftler sind?) Mitglieder sind. Zwei Accounts sind immerhin von mal von mir.
Der ResearchBLOG bietet 2 Einträge im Januar: Im ersten beklagen die Gründer von ReserchGATE eine “legacy gap”, der Forscher an Web 2.0-Nutzung hindere. Interessant zu lesen, und reizvoll zu widersprechen. Mit vielen spannenden Grafiken meinen die Autoren nachzuweisen, dass die Wissenschaftler zurückhaltend in der Web 2.0-Nutzung sein. Das wissenschaftliche Publizieren hinke 20 Jahre hinter dem “Other publishing” (“tweets, blogs, wikis, rich media”) hinterher. Das ist natürlich Unsinn: Im nichtwissenschaftlichen Publishing gibt es immer noch kein Open Access, keine Nationallizenzen und dergleichen. Themen wie Kulturflatrate werden ja fast nur in linken Kreisen (attac, Piraten) diskutiert. Insofern ist man im wissenschaftlichen Publizieren erheblich weiter, dort kann sich kaum ein Verlag mehr leisten, kein Open Access anzubieten. Und wer meine Vorträge kennt, weiß, dass ich natürlich immer vom Erfolg des Journals Athmospheric Chemistry and Physics schwärme, das sich durch öffentliche Diskussion der Artikel vor der finalen Veröffentlichung eine Reputation erworben hat, die die etablierten A-Journals überrundet hat. Es gibt also sehr wohl Web 2.0-Erfolge – nur halt bei der Konkurrenz von ResearchGATE. (Hier die Frage an die Leser: Wem fallen ähnliche Erfolge der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern im Web ein, jenseits von Twitter & Co.?)

Der zweite Blog-Beitrag besteht aus einem englischen Abstract einer deutschsprachigen Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Wissenschaft und Social Network Sites. Steckbrief 5 im Rahmen des Projekts Interactive Science. Die 54-seitige Studie bietet interessante Tabellen/Übersichten zum Thema, ist in ihrer Schlussfolgerung (S. I) allerdings nicht wirklich originell:

Der akademischen Verwendung von SNS steht eine Reihe von Hindernissen entgegen, insbesondere der zusätzliche Zeitbedarf, der einem für das Individuum noch nicht sofort erkennbarem Nutzen gegenübersteht. Andererseits ist zu betonen, dass SNS durchaus prinzipiell funktional für die wissenschaftliche Kommunikation und Kooperation sein können.”

Im Pressebereich von ResearchGATE gibt es wie bisher seit September letzten Jahres nichts Neues.

Mendeley.com erfreut sich wieder reichlichen Zuwachses, wie immer verpackt in den schönen Ticker:

Damit verstärkt sich der Trend der letzten Monate, dass Mendeley den Leuten von ResearchGATE immer eine Nasenlänge voraus ist.

Als neues Feature bei Mendeley gibt es jetzt eine Twitter-Integration. Mendeley schickt über meinen Twitter-Account Nachrichten, wenn ich eine Publikaiton hinzufüge oder irgendetwas gut finde (like). Die Funktion ist natürlich konfigurierbar.

Academia.edu hat jetzt 250.000 Mitglieder, nachdem monatelang 211.000 angezeigt wurden. Auf der persönliche Startseite gibt es jetzt eine timeline mit den neusten Posts und Zeitschriftenartikeln passend zum eigenen Profil. Nicht uninteressant, insgesamt aber wohl nicht viel los; von meiner alten Hochschule, der HTWK Leipzig, bin ich immer noch der einzige. Immerhin sollen 2 Leute auf meiner Seite gewesen sein. Außerdem scheint es neuerdings Job-Angebote zu geben, immerhin fünf im letzen Monat und über die Anzeigen-Möglichkeiten auch Mediadaten; immerhin 1 Mio. unique monthly visitors soll es geben und damit erheblich mehr als bei einer Reihe anderer aufgeführter akademischer Stellenbörsen. 30 Tage kosten 300 $. Sehr viel spannender ist dann doch naturejobs.com, auf das die Mediadaten von von Academia.edu verweisen. Bei Nature kosten die posts anscheinend nichts, was zu einem Angebot von immerhin 6.475 Jobs führt.

Nichts Neues gibt es nach wie vor bei scholarz.net; der letzte Blog-Eintrag ist vom 15. März des letzten Jahres. Auch unverändert scheint die Startseite von cos.com. In COS Expertise soll es nach wie vor 480.000 Profile geben, auf der Startseite schon 500.000 Profile. Auf RefWorks COS werden immerhin 2,4 Mio. Profile versprochen, ein paar Absätze später sind es nur noch 2,3 Mio.

Das nature network ist von der Startseite von nature.com aus nicht mehr verlinkt. Es verspricht immer noch “Productive collaboration with over 25,000 colleagues”. Also angesichts des enormen Potentials bei Nature wohl nicht so ganz ein durchschlagender Erfolg.

Biomedexperts.com bietet wie bisher 1,8 Mio. Profile aus dem biomedizinischen Bereich, allerdigns haben davon 344.054 nur ihr Profil tatsächlich freigeschaltet. Der Hersteller Collexis verkündet auf seiner Homepage auch nur als letzte Neuigkeit den Kauf durch Elsevier im Juni 2010.

COSIS.net hat seine schicke News-Section gelauncht, die auch von außen zugänglich ist. Die Seite ist auch ordentlich bestückt, alle 1–2 Tage gibt es redaktionelle Neuigkeiten und darüber hinaus viele aggregierte Blogs, alle aus dem Geo-Bereich. Im Bookshop ist jetzt eine Weltkarte integriert, die von den Usern mit GeoTags versehenen Bücher gleich mit Kauflinks anbietet.

Soweit für heute.

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Buch Digitale 2010

Heute steigt das Branchenevent des September: die Buch Digitale in Berlin. Hier meine Folien zum Workshop Wissenschaftler-Netzwerke.

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Connected!

CoverConnected!: Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist.
Nicholas A. Christakis; James H. Fowler
22,90 Euro
Sehr zu empfehlen! Gut verpackte Theorie zu Sozialen Netzwerken und welche Phänomene sich auch online beobachten lassen.
Fowler und Christakis forschen seit langem über menschliche Netzwerke, Christakis vor allem aus medizinischer Sicht: Wie genau verbreiten sich Epidemien? Ist Übergewicht ansteckend? Die Netzwerkforschung kommt dabei zu Ergebnissen, dass Epidemien am wirksamsten an Netzwerkknoten bekämpft werden – was viel Zeit und Aufwand spart.
Das letzte große Kapitel gehört den Sozialen Medien wie Facebook. Die Autoren zeigen überzeugend, dass diese Netzwerke eigentlich vor allem “analoge” soziale Netzwerke abbilden – nur die Kommunikation vereinfachen und beschleunigen – so wie einst das Telefon.
Mit der Netzwerkforschung wird nach der individualistischen Theorie (Adam Smith) und der kollektivistischen (Karl Marx) eine vermutlich sehr viel bessere Erklärungsmethode menschlichen Verhaltens und dessen Steuerung geboten – die sich ein Barack Obama so erfolgreich zunutze machte.
Lebendig und anschaulich geschrieben – so wünsche ich mir wissenschaftliche Bücher.
441 lohnende Seiten für nur 22,95 Euro
Englische Ausgabe Sept. 2009
englische Leseprobe

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Alles Open: APE 2009 – Neues aus dem akademischen Publizieren

Das akademische oder wissenschaftliche Publizieren ist der am stärksten industrialisierte, digitalisierte und damit innovativste Sektor im Verlagsgewerbe – und der Bereich, dessen Geschäftsmodell am heftigsten politisch angegriffen ist. Die Berliner Konferenz (20./21. Jan. 2009) versammelte wieder ungefähr 180 der fortschrittlichsten Köpfe zu angeregtem Austausch.

Open Source – Open Access – Open Science

Im Softwarebereich mit den Beispielen Linux, OpenOffice, Typo3, MediaWiki längst ein Erfolgsmodell, drängt die freie Zugänglichkeit von Inhalten auch im Wissenschaftsbereich immer mehr in den Vordergrund. Als Reaktion auf die Zeitschriftenkrise zu Beginn des Jahrtausends forcierte die Politik den freien Zugang zu Forschungsergebnissen mit dem Argument: Wissen (Forschungsergebnisse), das bereits öffentlich bezahlt ist (Forschungsmittel, Professorengehälter …), müsse frei zugänglich sein – und könne nicht kostenlos an Verlage gegeben werden, von denen die Institutionen wie Max-Planck-Gesellschaften und Universitäten ihre eigenen Forschungsergebnisse in Form von teuren Zeitschriftenabos wieder zurückkaufen müssten. So war den auch der erste Konferenztag hauptsächlich den politischen Entwicklungen gewidmet. OpenAccess bedeutet dabei, dass die Zeitschriftenartikel kostenlos gelesen werden können. Die Publikationskosten werden durch sogenannte PageCharges gedeckt; gewissermaßen eine Variante des “Druckkostenzuschusses” .

In den beiden den beiden ersten Sessions am Vormittag und am frühen Nachmittag ging es daher um Initiativen der EU, die nicht nur den OpenAccess-Gedanken weiter verfestigen, sondern auch ausweiten. Nicht nur die Forschungsergebnisse sollen online für alle zur Verfügung stehen, sondern auch die Forschungsmaterialien, damit die Auswertungen der Forscher auch von anderen Forschern nachvollzogen werden können. Hier zeigt sich, wie die europäische Forschungspolitik sich von der amerikanischen absetzt, die eine starke Bindung an die Industrie (“Drittmittel”) kennt und weiter fördert. Die Zusammenarbeit der bisherigen Beteiligten (Verlage, Fachgesellschaften, Repositorien) soll über Communities wie SPIRES oder der CERN Invenico-Plattform gefördert werden.

Am späten Nachmittag gab es dann Vorträge zur Evaluation von Forschung, die besonders über die Zugriffszahlen auf Zeitschriftenartikel gemessen wird und damit für Verlage interessant ist. Hier ist tatsächlich noch der Verlag gefragt, der eine Zeitschrift, selbst wenn sie OpenAccess ist, zur meist zitierten machen muss. Dabei gibt es naturgemäß einen lebhaften Streit über die “richtige” Messung – und wie man sie manipuliert. Ein spannender Einblick in die Trickkiste – und auch ein Punkt, mit dem die “Herstellungsabteilung” zu tun hat. Nicht die bunte Verpackung zählt hier, sondern die raffinierte Verlinkung und Anreicherung mit Metadaten; Stichworte sind COUNTER, Impact Factor, Hirsch-Faktor, www.publishingresearch.net, Semantic MediaWiki, RDF-Tags.

Zu Abschluss des ersten Konferenztages gab es vor dem glanzvollen Dinner noch einen Blick in die gerade online gegangene europäische Bibliothek www.europeana.eu. Auch hier wird Kulturgut ohne Verlage und kostenlos verbreitet.

Neue Medien und Geschäftsmodelle: OpenBooks, Videolectures

Vor allem der zweite Konferenztag diskutierte Innovationen die Seite www.videolectures.com, einer Seite mit Vorlesungen aus aller Welt zu allen möglichen Themen. Daneben noch gab es noch Berichte über DAISY, ein Hörbuchformat für Blinde, das wesentliche Grundlage für das aktuelle E-Book-Format epub geworden ist, sowie eine Session über Langzeitarchivierung. Spannend wurde es noch einmal beim Thema von Open Books, also Büchern, die frei verfügbar sein sollen. Über diese wird nachgedacht, da sich OpenAccess-Zeitschriften im geisteswissenchaftlichen Bereich (HSS – Humanites, Scocial Sciences) nicht so gut durchsetzen wie im naturwissenschaftlichen Bereich (STM – Science Technology Medicine) – denn für einen Geisteswissenschaftler gehört es sich, ein Buch zu schreiben. Ein Vorreiter ist hier der neu gegründete Verlag Bloomsbury Academic, bei dem die Harry-Potter-Millionen nun sinnvoll angelegt werden. Spannend ist dabei vor allem, wie Autoren für das das OpenAccess-Buch begeistert werden können. Dieser dürfte in den Zusatznutzen liegen, da das Buch gut verlinkt wird, also viel gelesen wird und dass zusätzliche Medien im Netz veröffentlicht werden können, also die Integration von Videos, 3-Modellen und interaktiven Elementen etwa des E-Learnings (Online-Tests usw.). Außerdem kann über Redaktionssysteme die Zusammenarbeit zwischen Autoren vereinfacht werden, wenn ein Buch mehrere Autoren hat, wie dies bei Fachbüchern oft der Fall ist. Allerdings steckt diese Entwicklung noch etwas in den Kinderschuhen: Es gibt noch gar keine echte Untersuchung über die Bedürfnisse von Autoren. Was aber bestimmt bald kommen wird, weshalb ich mit Spannung die nächste APE erwarte.

Google als Buchhändler?

Ein Highlight der Konferenz war die Präsentation der Macher des Google Book Settlements, also der amerikanischen Authors Guild (gewissermaßen eine Mischung von VG Wort und Schriftstellerverband). Google war verklagt worden, da auch Bücher eingescannt wurden, deren Copyright nicht abgelaufen war – daraus hat Google im gerichtlichen Vergleich ein Geschäft gemacht: Die Autoren (und ggf. auch Verlage) von vergriffenen Büchern erhalten eine Vergütung dafür, dass ihre Bücher online von Google gezeigt werden können – sozusagen eine digitale Variante der Fotokopierabgabe bei der VG Wort in Deutschland. So bietet das Internet neben dem Verlust von Geschäftsmodellen auch wieder neue. Was sich jedoch zeigt ist, dass der Kontakt zwischen Autor und Leser immer direkter wird und die Verlage ihre Machtposition in der Mittlerrolle immer mehr verlieren.

Bedeutung für Verlage und besonders die Verlagsherstellung

Verlage können sich in dieser Situation nur transformieren: Reine Wissenschaftsverlage wie bisher, nur mit elektronischen Zeitschriften, wird es kaum mehr geben. In den Naturwissenschaften ist das schon der Fall, in den Geisteswissenschaften wird es noch wenige Jahre weitergehen, denn dort ist das wichtigste Veröffentlichungsmedium nicht der Zeitschriftenartikel, der sich relativ leicht veröffentlichen lässt, sondern das Buch. Und das lässt sich noch nicht ohne Weiteres durch die vollautomatisierten Produktionssysteme durchschleusen. Doch auch hier ist das OpenAccess-Buch gefordert und wird auch die nötigen Produktionswerkzeuge hervorbringen. Weiterhin geben wird es die Fachverlage, die eine bestimmte Community nicht nur mit gedrucktem, sondern auch mit Online-Diensten, Community-Dienstleistungen, Kongressorganisation etc. versorgen. Und am Buchhandel geht sowieso alles vorbei, da die Distribution über das Internet läuft. Und mit dem Projekt der Europeana zeigt sich die Kulturvermittlung ohne Verlage – die Museen gehen hier Wege ohne Verlage.

Also viele Herausforderungen, neue Arbeitgeber für Verlagshersteller, vor allem ein gewandeltes Bild des Verlagsherstellers: Viel mehr raffiniertes Datenmanagement als noch mehr tolle Oberflächenveredelungen. Das Geschäftsmodell der Verlage (mit Ausnahme der Belletristik-Verlage) wird von Seiten der Politik scharf herausgefordert.

Das Programm der Konferenz kann auf der Webseite www.ape2009.eu eingesehen werden, dort finden sich auch ein ausführlicherer Konferenz-Kurzbericht (auf Englisch) und und die Präsentationen.

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Endlich Licht am Horizont: Neue Texte braucht der Kindle

Konrad Lischka hat heute auf Spiegel Online einen wirklich lesenswerten Artikel über die Chancen des Kindle veröffentlicht: Der Kindle ist das ideale Gerät für KURZE Texte. Viele Bücher sind Sammlungen von Kurzgeschichten. Diese muss man nicht wie bisher sammeln und zwischen zwei Buchdeckel packen, sondern kann sie endlich einzeln für geringe Preise verkaufen. iTunes hat es vorgemacht: Ich muss nicht mehr ein teures Album kaufen für die 2 Songs, die ich haben will und die wirklich gut sind. Aus der “Tyrannei der langen Texte” (Lischka) wird eine Tyrannei der guten Texte. Kostet den einen oder anderen Mitspieler vielleicht Umsatz, der Qualität wird es nicht schaden, das “Rauschen” viellicht sogar senken, wenn sich richtig gute Texte wieder lohnen, weil außer amazon vor allem der Autor verdient.
Was hierzulande mangels Zugang kaum bekannt ist und auch Konrad Lischka offensichtlich übersehen hat: Amazon bietet längst diese Möglichkeit für jeden (US-amerikanischen) Autor, dort sein “Buch” zu veröffentlichen.

Und kurze Texte gibt es für den Kindle allemal mit der Möglichkeit, Blogs zu abonnieren – und nicht zuletzt bieten auch Zeitungen auf dem Kindle kurze Texte.

(Warum lesen Spiegel-Autoren keine englischen Blogs oder wenigstens mal die Seiten von amazon?)

Auch die Diskussion des Artikels auf SPON ist nicht uninteressant: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=6267page=1

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Schallplatten gibt es ja auch noch …

… so argumentiert gewissermaßen KiWi-Verleger Malchow im Tagesspiegel vom 9.2.2009. Darauf meine Antwort:

Offensichtlich hat Herr Malchow noch keinen E-Book-Reader in der Hand gehabt: Die Geräte führen auf den Text zurück, auf das eigentliche Lesen. Schlechte Texte muss man aufwendig verpacken: Typografie, schicker Umschlag, dolle Haptik. Gute Texte packen ihren Leser gerade auf dem Lesegerät.
Es wird also das Gegenteil eintreten: Die Leser werden die Textqualität neu entdecken und es wird offensichtlich, dass die Verpackung unwichtig ist. Gnade Gott dem Verleger, der jetzt keine wirklich guten Texte hat und seine Leser an die fast kostenlos zu habenden Klassiker auf dem Lesegerät verliert. Herr Malchow argumentiert am Ende des Interviews nach dem Motto: “Schallplatten gibt es ja auch noch.” Will offensichtlich in eine Niesche. Und sich vielleicht auch noch wie das von ihm gelobte Theater staatlich subventionieren lassen?

Siehe auch in diesem Blog:

http://selignow.wordpress.com/2009/01/03/ebook-reader-machen-spas/

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Sony Reader PRS 505 Video auf Deutsch

Steffen Jäpelt vom Studiengang Verlagsherstellung hat ein Video über die Bedienung des Sony-Readers PRS 505 gedreht:

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